26.08.2026 - Lesung mit Ulrich Schneider "Mutti, komma ans Fenster"
17:00 | Ostende, Ludgeriplatz 64, 47057 DuisburgMit »Mutti, komma ans Fenster. Eine Arbeiter-Kindheit im Ruhrgebiet« legt Ulrich Schneider, langjähriger Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, ein ungewöhnliches Buch vor.
Ursprünglich wollte Schneider seine ganz persönlichen Erinnerungen an seine Kindheit als Arbeiterkind im Ruhrgebiet aufschreiben. Herausgekommen ist dabei ein Stück zur Sozialgeschichte der Bundesrepublik. Schneider erzählt nahbar und pointiert über seine Familie, sein Viertel und das Milieu, in dem er aufwuchs. Er verbindet dies mit einer kritischen Betrachtung der bundesdeutschen Sozial- und Bildungspolitik - damals und heute.
1. Was machte eigentlich (s)eine Arbeiterkindheit damals aus?
2. Gab es
eine Arbeiter*innenklasse, die mehr war als ein Arbeiter*innenmilieu?
3. Wie
war das mit Gewerkschaften und SPD?
4. Wie war das mit Aufstiegsversprechen,
Bildung und Sozialstaat?
5. Welche kulturellen und sozialen Barrieren gab es
damals und gibt es heute zu überwinden?
Es geht um Klassenbewusstsein, Zusammenhalt und Stolz, aber auch um die Gräben zwischen Arbeiter*innen, Angestellten und Akademiker*innen, die Aufstiegs- und Wohlstandsnarrative und vor allem um die bis heute andauernde Deklassierung von Menschen, mit der er sich nie abfinden konnte.
Nach der Lesung laden wir zu einem Publikumsgespräch ein.
Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung erwünscht: post@rls-nrw.de
Veranstaltet von der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW