Zur Startseite gehen
Ihr Konto
Anmelden
oder registrieren
Übersicht Persönliches Profil Adressen Zahlungsarten Bestellungen
BÜCHER & THEMEN
Demnächst bei Westend
Neuerscheinungen
Signierte Exemplare
Westend Academics
OPEN ACCESS
NARTHEX
Gesellschaft
Gesundheit
Essen & Trinken
Politik
Krimi
Medien
Judaica/Jüdisches Leben
Wirtschaft
Satire
Umwelt
Preisaktion
Weihnachtspakete
Polemics
AUTOREN
MEDIATHEK
VIDEOS
KOMMENTARE
PODCASTS
VERLAG
ÜBER DEN VERLAG
VORSCHAUEN
PRESSE
VERANSTALTUNGEN
RIGHTS
ABDRUCKRECHTE
ANSPRECHPARTNER
EINSENDUNG VON MANUSKRIPTEN
JOBS
HANDEL UND VERTRETER
BLOGGER
PRESSESTIMMEN ÜBER DEN VERLAG
KONTAKT
KONTAKT
ANFAHRT
WESTEND ACADEMICS
KONTAKT ACADEMICS
EDITION W
Termine
  1. Kommentar
Larronge_Autorenfoto_(c) Manu Theobald
Kommentar

01.08.2026 - Der Zitronenbaum in meinem Garten

Andrea L'Arronge:

Lohnt sich ein Neubeginn auch jenseits der 50? Andrea L’Arronge sagt ganz klar: Ja. Die beliebte Schauspielerin – bekannt unter anderem aus „SOKO Kitzbühel“, „Anwalt Abel“ und „Salto Mortale“ – ließ ihr Leben Revue passieren und merkte, dass sie etwas von Grund auf ändern muss. Ihr Körper und ihre Seele zeigten es ihr überdeutlich. Sie beschloss, ihrem Leben noch mal eine völlig neue Richtung zu geben, und trennte sich nach 33 Jahren Ehe von ihrem Mann und zog nach Italien. Nun veröffentlicht sie ihre Biografie, die spannende Geschichte ihres Neuanfangs, unter dem Titel „Der Zitronenbaum in meinem Garten“. Ein Buch, nicht nur für die zahlreichen Fans von Andrea L’Arronge, sondern für alle, die Mut und Lust haben, neue Wege zu gehen und sich gleichzeitig selbst treu bleiben möchten. Die Geschichte über eine spannende Reise zu sich selbst nach dem Motto: „Alles hat seine Zeit!“

Während ihrer Zeit in Rom habe ich meine Eltern dort natürlich oft besucht. Mein zweiter Mann musste seinen Antrittsbesuch dorthin machen und um meine Hand anhalten. Er fand es natürlich toll, Schwiegereltern in Rom zu haben.

Jedenfalls war ich wieder mal zu Besuch und im sechsten Monat schwanger. Ich war unglaublich stolz und wollte, dass alle Welt meinen Zustand mitbekam. Leider sah man fast nichts, weshalb ich mir angewöhnte, mit vorgeschobenem Bauch durch die Gegend zu laufen, und das klappte! Überall wurde ich durchgewunken – »Passate, Signora, passate« an der Supermarktkasse, wildfremde Leute lächelten mich auf der Straße an und wünschten mir Glück. Was für ein Unterschied zu Deutschland, wo man die Sache eher etwas distanzierter behandelte, zumindest damals. Es war Juni und schon ziemlich warm, meine Eltern schlugen deshalb vor, aufs Land zu fahren, um Freunde vom ZDF zu besuchen. Es gab immer so eine deutsche Clique, alles Leute, die im Ausland arbeiteten, das waren Film- und Fernsehleute, Botschafts-Angehörige etc. Jedenfalls stimmte ich zu und so fuhren wir an einen See, etwa 45 Minuten außerhalb von Rom. Das Apartment lag an einem Hang und ich werde nie vergessen, wie ich auf die Terrasse trat und es mir schier den Atem verschlug. Ich war komplett benommen von der Schönheit des unter mir liegenden Sees und dachte bei mir, wie schön es wohl wäre, hier zu leben. An diesen Augenblick kann ich mich auch heute noch genau erinnern und bekomme jedes Mal eine Gänsehaut. Wie auch immer, abends fuhren wir wieder heim und im Laufe der Zeit vergaß ich das alles. Ich wurde Mutter, arbeitete fleißig, lebte mein Leben und meine Eltern kehrten irgendwann nach München zurück.

2016 trennte ich mich nach über 30 Jahren von meinem Mann, es ging einfach nicht mehr. Wir hatten beide Eltern, die sich am Ende ihres Lebens nur noch gestritten hatten, und wir haben uns mal geschworen, dass, sollte es auch bei uns irgendwann so sein, wir dem ein Ende setzen würden. So gingen wir auseinander, ohne Streit, aber wir waren beide tieftraurig. Im Sommer 2017 wurde ich für Dreharbeiten in Südengland angefragt, die ich erst mal absagte, weil ich zu der Zeit noch »Soko Kitzbühel« drehte und man mir nicht für drei Wochen freigeben wollte. Interessanterweise war die »Pilcher«-Produktion dermaßen beharrlich, dass das Ganze doch noch zustande kam. Ich kannte den Regisseur, da ich schon einmal mit ihm zusammengearbeitet hatte, und der ließ nicht locker. Als wir uns sahen, war natürlich die erste Frage, wie es mir denn gehe, er habe natürlich von der Trennung gelesen und wolle wissen, was ich denn nun so vorhabe. Ganz spontan erzählte ich ihm von meinem Wunsch, mir endlich meinen Traum zu erfüllen, nämlich ein Haus im Süden zu kaufen und abzuhauen – so drückte ich mich damals aus. Seine Antwort: »Komm doch nach Bracciano, ich hab ein Haus für dich!« Marco, der Regisseur, lebte dort mit seiner Frau, und eine Freundin der beiden, die sich auch von ihrem Mann getrennt hatte, wollte ihr Haus verkaufen. Da machte es aber immer noch nicht klick. Zunächst googelte ich den Lago di Bracciano. Er liegt zwischen Rom und dem Meer und ich beschloss, hinzufahren und mir das alles anzuschauen. Im November war es dann so weit. Ich mietete ein Auto, fuhr um den See und verliebte mich in diese Gegend, obwohl es in Strömen regnete. Tags drauf besichtigten wir das Haus der Freundin. Das Haus war viel zu groß und zu teuer für mich, wenngleich wunderschön. Es lag direkt am See. Das Haus habe ich nicht gekauft, aber Angela, die Besitzerin, wurde meine erste Freundin vor Ort. Bei einem gemeinsamen Abendessen erzählte sie mir auch von Bekannten, die beim ZDF gearbeitet hatten, aber mittlerweile verstorben waren. Da wurde ich hellhörig. Ich fragte nach dem Namen und jetzt war alles klar: Das waren die Bekannten, die ich damals mit meinen Eltern besucht hatte und hier war der See, der meine Seele so berührt hatte. Der Kreis schloss sich: Ich war an meinem Schicksalsort gelandet.

Dennoch sollte es noch vier Jahre dauern, bis ich mein Traumhaus fand. Alles hat eben seine Zeit, man kann die Dinge nicht beschleunigen. Aber die Spur war gelegt, ich war auf dem richtigen Weg. So kam ich jedes Jahr ein-, zweimal hierher und klapperte die Agenturen ab. Was ich da so alles gesehen habe! Der Standard hier im Süden von Italien ist bei Weitem nicht so hoch, wie wir »perfekten« Deutschen das gewohnt sind. Viele haben ihre Häuschen selber gebaut, der Anspruch ist nicht so hoch, es zählt vielmehr, dass man überhaupt ein eigenes Haus hat. 80 Prozent der Italiener wohnen im eigenen Heim, das ist wichtig – in Deutschland sind das gerade mal 42 Prozent. Auf die Frage nach einem Plan der elektrischen Leitungen habe ich oft nur ein Achselzucken und verständnislose Blicke geerntet. Vieles ist nicht genehmigt, also schwarz gebaut, was beim Erwerb einer Immobilie für Ausländer ziemlich problematisch werden kann. Die Geschichten, die ich hier erlebt habe, würden ein eigenes Buch füllen.

Mehr Content von Andrea L'Arronge

Autoren von "Der Zitronenbaum in meinem Garten"

Larronge_Autorenfoto_(c) Manu Theobald
Andrea L'Arronge

Bücher von Andrea L'Arronge

9783987913402_Zitronenbaum_Coverdownload
Details
Buch: 24,00 €
eBook: 18,99 €
Zitronenbundle 2
Details
Buch: 29,90 €
Zitronenbundle 1
Details
Buch: 43,00 €
DER VERLAG
  • Über den Verlag
  • Ansprechpartner
  • Verlagsvorschauen
  • Presse
  • Blogger
  • Einsendungen von Manuskripten
  • Anfahrt
  • Jobs
  • Open Access
  • Westend academics
DER SHOP
INFORMATIONEN
  • FAQs
  • AGB
  • Impressum
  • Widerrufsbelehrung
  • Datenschutzbelehrung
  • Liefer- und Versandinformationen
  • Newsletter
  • Kontakt

* Alle Preise inkl. gesetzl. Mehrwertsteuer zzgl. Versandkosten und ggf. Nachnahmegebühren, wenn nicht anders angegeben.

realisiert von der eurosoft Informationstechnologie GmbH mit Shopware
Diese Website verwendet Cookies, um eine bestmögliche Erfahrung bieten zu können. Mehr Informationen ...