30.03.2026 - Die Jugend bringt das Neue auf die Welt
Simon Marian Hoffmann:
Der Philosoph und Künstler Simon Marian Hoffmann wirft einen neuen
Blick auf den Generationenkonflikt und stellt erstmals die jugendliche
Perspektive in den Vordergrund. Sein Buch ist Manifest und Einladung: ein Buch
über Wut und Weltschmerz, über Hoffnung, Visionen und die Kraft, die entsteht,
wenn eine Generation sich nicht länger vertrösten lässt. Es richtet den Blick
dorthin, wo Zukunft entsteht: auf die Jugend. Simon Marian Hoffmann zeigt, warum
Jugend mehr ist als eine Übergangsphase. Sie ist Trägerin von Veränderung -
gesellschaftlich wie innerlich. Zwischen Philosophie und politischer Analyse
entwirft er neue Ansätze des Zusammenlebens und Lernens, ruft nicht zur
Zerstörung auf, sondern zu einer friedlichen Krevolution: einer kulturellen
Erneuerung aus Mut, Empathie und Verantwortung.
Erneuerungen der Gesellschaft gingen in der Vergangenheit meistens von der
Jugend aus. Aufstände und Revolutionen waren Impulse, die aus der Jugendkultur
in die gesamte Kultur schwappten; wie die 68er, der Arabischer Frühling, Fridays
for Future und Schulstreiks. Jeder mag darüber denken, wie er möchte, doch sie
haben alle etwas gemeinsam. Sie haben die Gesellschaft auf irgendeine Weise
weitergebracht und neue Verhältnisse geschaffen. Viele dieser Bewegungen waren
recht unbewusst und hatten kein klares Ziel vor Augen. Weshalb sie sich der
Gewalt bedienten oder noch grausamere Verhältnisse schufen als jene, die sie
beseitigen wollten. Man stelle sich nun eine Jugendbewegung vor, die mit
Bewusstsein und all dem Wissen über vergangene Aufstände versucht, die
Veränderung ganz neu zu greifen. Gewaltfrei und radikal an der Wurzel der
Probleme. Das ist der Grundgedanke hinter YOU MOVE. Allein der Ansatz ist neu
und ganz im Sinne unserer Geschichte der Menschheit und der Evolution.
Bereits 1056 nach Christus wurde die erste Vereinigung der Universitas
gegründet. Das waren Jugendliche, die sich Zugang zu Wissen verschaffen wollten,
um die Gesellschaft voranzubringen. Sie waren Begründer unserer heutigen
Hochschullandschaft. Der 1767 geborene Wilhelm Humboldt schuf ein neues
Verständnis von Bildung und prägte die gesamte Bildungslandschaft mit dem
Impuls, der Jugend Freiheit im Denken zu schenken. Im 19. Jahrhundert
etablierten junge Wissenschaftler, Forscher und Ingenieure an Universitäten neue
wissenschaftliche Methoden und technische Innovationen, die das industrielle
Zeitalter tiefgreifend formten. Ab 1918 prägte der Bauhausstil, ausgerufen von
jungen Studenten, das gesamte Kunstverständnis des 21. Jahrhunderts. Alles
Beispiele von Impulsen aus der Jugendkultur, die die Welt nachhaltig
veränderten. 1968 forderte die Studentenbewegung ein neues System. Seit 2018
sind nun wir an der Reihe, Bildung und Jugendhochkultur in der Tradition unserer
Vorfahren komplett neu zu denken und zu transflowmieren.
Warum aber sollte die Jugend das Recht haben, den Wandel einer Kultur zu
fordern? Ganz einfach. Die Gesellschaft erwartet von uns, wenn wir als Kinder
hier ankommen, dass wir später die gesamte Verantwortung für das System
übernehmen und tragen. Doch wir haben uns nie dazu entschieden, in diesem System
zu leben. Noch haben wir zugesagt, diese Verantwortung tragen zu wollen. Noch
haben wir unser Ja zu all den Regeln und Gesetzen gegeben, auf die wir gestoßen
sind. Trotzdem wird von uns erwartet, dass wir für die nicht von uns gemachten
Fehler aufkommen und die Schulden bezahlen, die über unseren Kopf hinweg gemacht
wurden. Das ist ungerecht und dem Bewusstseinszustand des 21. Jahrhunderts nicht
würdig. Wir spüren täglich die Erwartung, dass wir die Traditionen und Bräuche
der Vergangenheit weiterführen sollen. Dabei entsteht ein unbewusster Druck. Wir
Jugendliche wollen nicht unhöflich sein oder das, was die Generationen vor uns
geleistet haben, verschmähen. Manche Dinge übernehmen wir gerne.
Andere übernehmen wir nur, weil uns subtil suggeriert wird, dass wir
gar keine andere Wahl haben und sonst die Vorgängergeneration nicht schätzen und
damit verletzen würden. Dieser Druck ist keine gesunde Basis für die Erhaltung
einer Kultur. Eine neue Generation sollte immer aus freien Stücken wählen
können, welche Teile der Kultur sie übernehmen möchte und welche Teile einfach
nicht mehr zeitgemäß sind. Wer Jugendlichen und der neuen Generation diese Wahl
nicht zugestehen möchte, ist im Geiste sehr alt und jeglicher Entwicklung
verschlossen. Es ist vermessen, von Menschen zu erwarten, ein System zu
übernehmen, das ihnen ihre gesamte Zukunft verbaut hat.
Als Jugendlicher kommt man auf diese Welt, um sie zu wandeln und nicht, um
das System, das sie kaputtgemacht hat, zu retten. Wir haben mit diesem System
nicht das Geringste zu tun. Wir haben es weder gewählt noch aufgebaut noch für
gut geheißen. Wir haben eigene Vorstellungen von einem Leben auf dem Planeten
Erde und wir haben das Recht, als Erdenbürger*innen diese Vorstellung zu
verwirklichen. Als Menschen, die auf dem Boden der Menschenrechte stehen, haben
wir das Recht, uns frei zu entfalten, unabhängig von jeglicher Kultur, die
vorher da war. Als Menschen dürfen wir zu nichts gezwungen werden. Weder darf
man unseren Veränderungsdrang unterdrücken noch uns dazu zwingen, Bräuche und
Traditionen zu übernehmen.
Wir haben das Recht, unser Erbe so zu gestalten, wie wir es wollen. Es
ist an der Zeit, dass die Jugend sich dessen bewusst wird und ihr Recht
einfordert. Wir haben durch unseren physischen Körper eine andere Perspektive,
eine andere Notwendigkeit und müssen von Natur aus langfristiger denken. Also
sollten wir schon heute mitentscheiden und mitbestimmen dürfen, wie das Morgen
aussehen soll. Wir tragen die Konsequenzen und Folgen heutiger Entscheidungen
und haben bislang kaum altersgerechte Instrumente und keine Stimme, um unsere
Meinung der Gesellschaft kundzutun. Das soll mit diesem Manifest geändert
werden. Wir zahlen die Zeche, sind aber weder am Fest noch an seiner Gestaltung
beteiligt. Wir dürfen nur aufräumen und müssen dafür auch noch Eintritt
bezahlen. Ungerechter und menschenunwürdiger geht es kaum. Vielleicht wird
langsam deutlich, woher die Wut der jungen Generation kommt. Es wird für alle
Zeitgenoss*innen besser sein, wenn die Jugendwut bewusste Wut bleibt und in die
Gestaltung und Transformation der Gesellschaft fließt, statt durch Revolution
alles zerstört, was mit viel Mühe aufgebaut wurde. Jetzt liegt es an der Jugend
selbst, wie sie mit ihrem Feuer umgehen möchte, und an der Gesellschaft, wie
viel sie die Jugend einbindet und sich ihre vergangenen Fehler eingesteht. In
der Konsequenz bedeutet das, dass wir eine #jugendgerechte Politik brauchen, die
im Sinne künftiger Generationen handelt und für die Jugend verständlich und
beeinflussbar wird. Die Gesellschaft kann sehr von der Jugend profitieren, wenn
sie ihr das Recht zum Gestalten des Wandels zuspricht.
30.03.2026 - Die Jugend bringt das Neue auf die Welt
Der Philosoph und Künstler Simon Marian Hoffmann wirft einen neuen Blick auf den Generationenkonflikt und stellt erstmals die jugendliche Perspektive in den Vordergrund. Sein Buch ist Manifest und Einladung: ein Buch über Wut und Weltschmerz, über Hoffnung, Visionen und die Kraft, die entsteht, wenn eine Generation sich nicht länger vertrösten lässt. Es richtet den Blick dorthin, wo Zukunft entsteht: auf die Jugend. Simon Marian Hoffmann zeigt, warum Jugend mehr ist als eine Übergangsphase. Sie ist Trägerin von Veränderung - gesellschaftlich wie innerlich. Zwischen Philosophie und politischer Analyse entwirft er neue Ansätze des Zusammenlebens und Lernens, ruft nicht zur Zerstörung auf, sondern zu einer friedlichen Krevolution: einer kulturellen Erneuerung aus Mut, Empathie und Verantwortung.
Erneuerungen der Gesellschaft gingen in der Vergangenheit meistens von der Jugend aus. Aufstände und Revolutionen waren Impulse, die aus der Jugendkultur in die gesamte Kultur schwappten; wie die 68er, der Arabischer Frühling, Fridays for Future und Schulstreiks. Jeder mag darüber denken, wie er möchte, doch sie haben alle etwas gemeinsam. Sie haben die Gesellschaft auf irgendeine Weise weitergebracht und neue Verhältnisse geschaffen. Viele dieser Bewegungen waren recht unbewusst und hatten kein klares Ziel vor Augen. Weshalb sie sich der Gewalt bedienten oder noch grausamere Verhältnisse schufen als jene, die sie beseitigen wollten. Man stelle sich nun eine Jugendbewegung vor, die mit Bewusstsein und all dem Wissen über vergangene Aufstände versucht, die Veränderung ganz neu zu greifen. Gewaltfrei und radikal an der Wurzel der Probleme. Das ist der Grundgedanke hinter YOU MOVE. Allein der Ansatz ist neu und ganz im Sinne unserer Geschichte der Menschheit und der Evolution.
Bereits 1056 nach Christus wurde die erste Vereinigung der Universitas gegründet. Das waren Jugendliche, die sich Zugang zu Wissen verschaffen wollten, um die Gesellschaft voranzubringen. Sie waren Begründer unserer heutigen Hochschullandschaft. Der 1767 geborene Wilhelm Humboldt schuf ein neues Verständnis von Bildung und prägte die gesamte Bildungslandschaft mit dem Impuls, der Jugend Freiheit im Denken zu schenken. Im 19. Jahrhundert etablierten junge Wissenschaftler, Forscher und Ingenieure an Universitäten neue wissenschaftliche Methoden und technische Innovationen, die das industrielle Zeitalter tiefgreifend formten. Ab 1918 prägte der Bauhausstil, ausgerufen von jungen Studenten, das gesamte Kunstverständnis des 21. Jahrhunderts. Alles Beispiele von Impulsen aus der Jugendkultur, die die Welt nachhaltig veränderten. 1968 forderte die Studentenbewegung ein neues System. Seit 2018 sind nun wir an der Reihe, Bildung und Jugendhochkultur in der Tradition unserer Vorfahren komplett neu zu denken und zu transflowmieren.
Warum aber sollte die Jugend das Recht haben, den Wandel einer Kultur zu fordern? Ganz einfach. Die Gesellschaft erwartet von uns, wenn wir als Kinder hier ankommen, dass wir später die gesamte Verantwortung für das System übernehmen und tragen. Doch wir haben uns nie dazu entschieden, in diesem System zu leben. Noch haben wir zugesagt, diese Verantwortung tragen zu wollen. Noch haben wir unser Ja zu all den Regeln und Gesetzen gegeben, auf die wir gestoßen sind. Trotzdem wird von uns erwartet, dass wir für die nicht von uns gemachten Fehler aufkommen und die Schulden bezahlen, die über unseren Kopf hinweg gemacht wurden. Das ist ungerecht und dem Bewusstseinszustand des 21. Jahrhunderts nicht würdig. Wir spüren täglich die Erwartung, dass wir die Traditionen und Bräuche der Vergangenheit weiterführen sollen. Dabei entsteht ein unbewusster Druck. Wir Jugendliche wollen nicht unhöflich sein oder das, was die Generationen vor uns geleistet haben, verschmähen. Manche Dinge übernehmen wir gerne.
Andere übernehmen wir nur, weil uns subtil suggeriert wird, dass wir gar keine andere Wahl haben und sonst die Vorgängergeneration nicht schätzen und damit verletzen würden. Dieser Druck ist keine gesunde Basis für die Erhaltung einer Kultur. Eine neue Generation sollte immer aus freien Stücken wählen können, welche Teile der Kultur sie übernehmen möchte und welche Teile einfach nicht mehr zeitgemäß sind. Wer Jugendlichen und der neuen Generation diese Wahl nicht zugestehen möchte, ist im Geiste sehr alt und jeglicher Entwicklung verschlossen. Es ist vermessen, von Menschen zu erwarten, ein System zu übernehmen, das ihnen ihre gesamte Zukunft verbaut hat.
Als Jugendlicher kommt man auf diese Welt, um sie zu wandeln und nicht, um das System, das sie kaputtgemacht hat, zu retten. Wir haben mit diesem System nicht das Geringste zu tun. Wir haben es weder gewählt noch aufgebaut noch für gut geheißen. Wir haben eigene Vorstellungen von einem Leben auf dem Planeten Erde und wir haben das Recht, als Erdenbürger*innen diese Vorstellung zu verwirklichen. Als Menschen, die auf dem Boden der Menschenrechte stehen, haben wir das Recht, uns frei zu entfalten, unabhängig von jeglicher Kultur, die vorher da war. Als Menschen dürfen wir zu nichts gezwungen werden. Weder darf man unseren Veränderungsdrang unterdrücken noch uns dazu zwingen, Bräuche und Traditionen zu übernehmen.
Wir haben das Recht, unser Erbe so zu gestalten, wie wir es wollen. Es ist an der Zeit, dass die Jugend sich dessen bewusst wird und ihr Recht einfordert. Wir haben durch unseren physischen Körper eine andere Perspektive, eine andere Notwendigkeit und müssen von Natur aus langfristiger denken. Also sollten wir schon heute mitentscheiden und mitbestimmen dürfen, wie das Morgen aussehen soll. Wir tragen die Konsequenzen und Folgen heutiger Entscheidungen und haben bislang kaum altersgerechte Instrumente und keine Stimme, um unsere Meinung der Gesellschaft kundzutun. Das soll mit diesem Manifest geändert werden. Wir zahlen die Zeche, sind aber weder am Fest noch an seiner Gestaltung beteiligt. Wir dürfen nur aufräumen und müssen dafür auch noch Eintritt bezahlen. Ungerechter und menschenunwürdiger geht es kaum. Vielleicht wird langsam deutlich, woher die Wut der jungen Generation kommt. Es wird für alle Zeitgenoss*innen besser sein, wenn die Jugendwut bewusste Wut bleibt und in die Gestaltung und Transformation der Gesellschaft fließt, statt durch Revolution alles zerstört, was mit viel Mühe aufgebaut wurde. Jetzt liegt es an der Jugend selbst, wie sie mit ihrem Feuer umgehen möchte, und an der Gesellschaft, wie viel sie die Jugend einbindet und sich ihre vergangenen Fehler eingesteht. In der Konsequenz bedeutet das, dass wir eine #jugendgerechte Politik brauchen, die im Sinne künftiger Generationen handelt und für die Jugend verständlich und beeinflussbar wird. Die Gesellschaft kann sehr von der Jugend profitieren, wenn sie ihr das Recht zum Gestalten des Wandels zuspricht.
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